Heute vor 4 Jahren in der Presse

26. Februar 2009

26.02.2005 – dpa meldet:

„Das russische Ehepaar Swetlana und Semjon Beljajew hat in siebenjähriger Arbeit das bis dahin größte Kreuzworträtsel der Welt geschaffen. Es umfasst 64 371 Wörter und braucht sechs mal acht Meter Platz. Zum Lösen, so hat das Erfinderpaar ausgerechnet, brauche man mindestens zwei Jahre.“

Na dann sollten Sie es ja jetzt gelöst haben.  :)

Ob in drei Jahren das nächste Rästel fertig ist? 

via  NWZ Online


Schluss mit lustig!

25. Februar 2009

Zeuge einer missglückten Nikotinentwöhnung -
24 Stunden vor dem Teil der Woche mit Getöse

???


Piersing – Flückauf – Titze

17. Februar 2009

Diese Worte haben Sie noch nie gehört? Sehr gut! Dann hält sich Ihr Kreuzworträtselpensum noch in gesunden Grenzen.

Einen vergnüglichen Text über eine Kreuzworträtseltherapie nach einem erlittenen Nervenzusammenbruch gibt es bei Opino zu lesen.

GUTE BESSERUNG!


Warum der Mensch das Rätseln einfach nicht lassen kann

12. Februar 2009

Unter diesem Titel wurde vor genau 10 Jahren in einem langen Aufsatz in der Wiener Zeitung der Faszination des Rätselns auf den Grund gegangen. Die Autorin Christine Herner beginnt mit den legendären Rätseln des Altertums (Turandot, Sphinx) und spannt den Bogen weiter über die volkstümliche Rätseltradition Europas (Rätselreime, Scharaden) und den Anfängen der Kreuzworträtsel bis hin zum modernen Fernsehquiz, der zehn Jahre später noch genauso aktuell ist wie zum Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels am 12.02.1999.

Ein sehr schöner und anspruchsvoller Artikel, für den man sich ein Viertelstündchen Zeit nehmen sollte.

Hier zu lesen:

Warum der Mensch das Rätseln einfach nicht lassen kann


Kreuzworträtsel im Fasching

8. Februar 2009

So lautet der neueste Faschingsgag aus Fuchsstadt bei Bad Kissingen:
Im Kreuzworträtsel wird nach einem Begriff für Hohlraumversiegelung mit 14 Buchstaben gefragt.

Die Lösung lautet selbstironisch: ELFERRATSKAPPE. 

täätääää täätääää täätääää !!

via:  Mainpost


Gute Schwedenrätsel

5. Februar 2009

Nachdem ich in meinen letzten beiden Artikeln über miese Schwedenrätsel abgelästert habe, möcht ich jetzt mal erläutern, was ein gut konstruiertes Schwedenrätsel ausmacht. Ein vernünftiges Schwedenrätsel muss auf jeden Fall die folgenden beiden Hauptregeln einhalten:

1.)  maximal zwei Nichtkreuzungsfelder nebeneinander

Egal ob waagerecht oder senkrecht:  jeder Buchstabe eines waagerechten Wortes, der nicht auch gleichzeitig Buchstabe eines senkrechten Wortes ist (und umgekehrt), darf nur einen Nachbarbuchstaben haben, der ebenfalls bloß zu einem einzigen Begriff gehört.

2.)  keine separaten Teile

Es darf keine Bereiche im Rätselgitter geben, die völlig vom Rest des Rätsels abgeschnitten sind. Dies kann vor allem in den Ecken vorkommen, wenn eine ganz Gruppe von Blindfeldern nebeneinander platziert wurde. Dieser Regelverstoß tritt hauptsächlich bei Schwedenrätseln auf, die mit Billigsoftware konstruiert wurden.

Diese beiden Regeln sind für ein Schwedenrätsel unabdingbar! Darüber hinaus gibt es aber noch eine Reihe weiterer Qualitätsmerkmale, an denen man gute Kreuzworträtsel von weniger guten unterscheiden kann:

das erste Qualitätsmerkmal ist der sogenannte Verknüpfungsgrad eines Kreuzworträtsels. Der Verknüpfungsgrad definiert das Verhältnis der Blindfelder (Fragezellen, Zellen ohne jegliche Funktion) zur Gesamtzahl aller Felder im Rätselgitter. Gute Schwedenrätsel erreichen dabei einen Verknüpfungsgrad von mindestens 1:4. Wenn beispielsweise ein Schwedenrätsel 20 mal 20 Felder groß ist, besitzt es insgesamt 400 Felder. Wenn es ein gutes Rätsel ist, sind davon höchstens 100 Blindfelder. Je weniger, desto besser.  Das Ziel ist also, möglichst viele Kreuzungspunkte im Rätselgitter zu haben, um dem Rater viele verschiedene Lösungsansätze bieten zu können.

die Anzahl an Füllwörtern sollte nicht sehr hoch sein. Füllworte sind Begriffe, die nur aus zwei oder drei Buchsaben bestehen. Oftmals wird dort nach Abkürzungen, Kfz-Kennzeichen, chemischen Symbolen, etc. gefragt. Wenn im Rätsel zuviele solcher Füllwörter vorkommen, vermindert dies erheblich den Spaßfaktor. Maximal jede vierte Frage sollte nach einem Füllwort fragen, besser nur jede sechste oder siebte. Es gibt Rätselagenturen, die es sogar schaffen komplett auf zwei- und dreibuchstabige Wörter zu verzichten. Dies ist aber höchst selten und auch nicht unbedingt notwendig. Am besten ist eine ausgewogene Mischung aus langen, mittellangen und kurzen Begriffen.

außerdem spielen natürlich die Begriffe selbst eine gewichtige Rolle für die Qualität eines Schwedenrätsels. Professionelle Rätselagenturen aktualisieren ständig ihre Datenbanken und sortieren veraltete Begriffe aus. Die Datenbanken von Share- und Freeware sind dagegen meines Wissens alle so gut wie unbrauchbar. Die Pflege einer Kreuzworträtseldatenbank ist halt sehr arbeitsintensiv und hat daher seinen Preis.

als letztes Qualitätsmerkmal sei noch die korrekte Rechtschreibung erwähnt, wozu es wohl keiner weiteren Erklärung bedarf.

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass natürlich auch dem besten Rätselschmied immer mal wieder ein Fehler unterläuft. Klar! Die Erstellung guter Kreuzworträtsel ist eine ziemlich komplexe Angelegenheit und viel schwieriger als sich das die meisten Leute vorstellen.

Also ein HOCH auf alle Rätselmacher !!

Ergänzender Verweis:   Qualitätsmerkmale bei Rätsel-Krüger


Nachtrag zu: Miese Schwedenrätsel

1. Februar 2009

Das World Wide Web besteht zu 90% aus Schrott. Also ist es nicht ungewöhnlich, dass es zum Thema Kreuzworträtsel ebenfalls viele schlechte Webseiten gibt. Schlimm ist nur, dass ausgerechnet die miesen Schwedenrätsel aus dem letzten Posting bei Google an 1. Stelle gelistet sind (Eingabe: schwedenrätsel). Natürlich kann man von den Suchmaschinen nicht verlangen, dass sie die Qualität von Kreuzworträtseln beurteilen können. Leider gehen dadurch aber die qualitativ besseren Rätselseiten unter. Sei es, weil sie nicht clever genug waren, sich rechtzeitig die beste Domain zu sichern, oder sich nicht beim Thema SEO (die eigene Homepage für Suchmaschinen optimieren) auskennen. Bei bestimmten Suchbegriffen wie etwa bei der Suche nach Kreuzworträtseln erzielt man einfach bessere Ergebnisse, wenn man nicht gleich bei Google sondern zunächst einmal in einem von Menschen moderierten Verzeichnis wie etwa dem guten alten Open Directory Project nachschaut.