Wie löst man am besten ein Zahlenrätsel?

Natürlich möchte ich in diesem Blog auch Tipps geben bzw. Lösungsstrategien erläutern. Als erstes habe ich mir einen eher einfach zu lösenden Rätseltyp ausgesucht: das Zahlenrätsel oder auch Zahlenkreuzworträtsel.

Beim Zahlenrätsel gibt es keine Fragen, die beantwortet werden müssen, sondern in jedem leeren Feld des Rätselgitters steht eine Zahl, die durch einen Buchstaben ersetzt werden soll. Gleiche Zahlen bedeuten gleiche Buchstaben und natürlich sollten am Ende ausschließlich sinnvolle Begriffe dabei heraus kommen.

Normalerweise ist anfangs immer ein Begriff und damit auch immer 3 oder 4 Buchstaben bereits als Hilfestellung vorgegeben, so dass der erste Schritt einfach darin besteht, die vorgegebenen Buchstaben bzw. deren zugeordnete Zahlen im ganzen Rätsel zu suchen und einzutragen.
So weit so gut. Als nächstes ist es am geschicktesten, wenn man die Zahl herausfindet, die den Buchstaben E symbolisiert (falls dieser Buchstabe nicht bereits zum Startwort gehört). Dies ist relativ einfach, da das E der mit Abstand am häufigsten vorkommende Buchstabe des deutschen Alphabets ist (17,4%, der zweithäufigste ist das N mit 9,8%). Man braucht also nur zu schauen, welche Zahl besonders häufig vorkommt, und schon hat man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das E gefunden und auch bereits ein knappes Drittel des Rätselgitters gefüllt.
In den meisten Fällen findet man dann schon Wörter, bei denen nur noch ein Buchstabe fehlt und die somit einfach aufzulösen sind. Ansonsten kann man beim weiteren Vorgehen an folgendes denken:

– wenn am Wortanfang ein L, M, N oder R steht, kommt danach in der Regel entweder ein Vokal oder ein H. Auf diese Weise kann man relativ schnell die noch fehlenden Vokale herausfinden.
– jedes 5. Wort endet mit einem N. Wenn man sich also die Zahlen des jeweils letzten Kästchens anschaut, hat man das N schnell gefunden.
– die drei Buchstaben des SCH sind oft schnell zu finden, wenn zwei der drei bereits bekannt sind. Wenn nur das C bekannt ist, ist das H meist auch nicht weit weg. Dasselbe gilt für das S und das T.
– die Buchstaben L, M, N, R, S, T sind nicht nur recht häufig, sondern kommen auch gerne doppelt daher.
– normalerweise sollten in einem guten Zahlenrätsel keine ausländischen Wörter, Abkürzungen, Kfz-Kennzeichen etc. vorkommen. Städte-, Personennamen oder fachsprachlichen Ausdrücke kommen dagegen öfter vor.

Damit kommt man meist recht schnell zum Ziel. Lediglich bei den letzten zwei oder drei fehlenden Buchstaben muss man oft ein wenig länger überlegen. Da meistens nicht alle 26 Buchstaben des Alphabets im Rätsel vorkommen, sondern nur 20 oder 22, dauert es manchmal eine Weile bis man die passenden letzten Buchstaben gefunden hat. Die am wenigsten verwendeten Buchstaben im deutschen Sprachgebrauch sind übrigens das X (0,03%), das Y (0,04%), das J (0,27%) und das V (0,65%).

Zahlenrätsel stellen für geübte Rätselrater meist keine große Herausforderung dar, sind aber beliebt bei Rätselneulingen und sollten daher in keinem vernünftigen Rätselheft fehlen. Seit einigen Jahren kommen auch immer mehr sogenannte Zahlen-Schweden-Kombirätsel in Mode, die mir persönlich aber nicht so gut gefallen. Der Nachteil beim Zahlenrätsel ist die relativ stumpfe Schreibarbeit zu Beginn des Rätsels. Dies bleibt einem übrigens bei Online-Zahlenrätseln erspart, wie man sie beispielsweise bei www.raetselfieber.de findet.

Weiterführender Link: Wikipedia-Artikel zur Buchstabenhäufigkeit

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