Stiftung Rätseltest Nr. 24: „die aktuelle Spezial Kreuzwort-Rätsel für jeden Tag“ (Rätselredaktion Susen)

13. Mai 2015

Eine weitere Rätselzeitschrift der Rätselredaktion Susen ist „die aktuelle Spezial Kreuzwort-Rätsel für jeden Tag“. Sie erscheint seit Mai 2008 ebenfalls zweimonatlich in der „Deutschen Rätselverlag GmbH„. Das Heft im DIN A5-Format hat einen Umfang von 68 Seiten und beinhaltet ausschließlich Kreuzworträtsel und Schwedenrätsel in verschiedenen Varianten. Anbei eine Übersicht über den vielfältigen und unterhaltsamen Inhalt sowie eine weitere Leseprobe:

http://www.pressekatalog.de/inhalt/2076751.pdf

http://www.raetsel.de/data/leseproben/da%20-%20KWR%20S27.pdf

Die Rätsel sind qualitativ hochwertig, anspruchsvoll und abwechslungsreich. So gibt es spezielle Themenrätsel (u.a. „Wissenschaft & Technik“, „Da ist Musik drin“, „Kennen Sie Krimis?“, „Kennen Sie Kino?“), Schwedenrätselgitter mit besonderen Strukturen und vielen Doppeldefinitionen (u.a. „Hundert Prozent“, „Kreuzworträtsel im Rechteck“, „X-Kreuzworträtsel“) sowie die unter Rätselfans beliebten Leckerbissen „Wo geht’s hin?“ (Schwedenrätsel ohne Pfeile) und „Vor oder zurück“. Auch ein „amerikanisches“ und ein „französisches Kreuzworträtsel“ sind zu lösen. Besonders knifflig ist das „Kreuzworträtsel sortiert“, bei der man selbst herausfinden muss, an welchen Stellen die Lösungen im Rätselgitter einzutragen sind. Auch das Schwedenrätsel „Buchstabenchaos schwer“ (Anagramme mit fehlenden Vokalen) ist inzwischen ein Klassiker in „die aktuelle Spezial Kreuzwort“ geworden. Querdenker kommen auch auf ihre Kosten, das Magazin enthält zwei (eher einfache) Rätsel „Für scharfe Denker“ mit Definitionen in witziger Reimform.

Auf die hohe Rätsel-Qualität der Rätselredaktion Susen wurde schon im Beitrag „Stiftung Rätseltest Nr. 23: BASTEI Die GROSSE Rätsel-Zeitung“ hingewiesen. Generell erreicht die Zeitschrift aber einen anderen Rätsellöserkreis als „Die Große Rätsel-Zeitung“. Rätselautor Johannes Susen erklärt, dass im Fall „die aktuelle Spezial Kreuzwort“ ebenfalls versucht wird „gute Rätselqualität durch allgemein gebräuchlichen Wortschatz herzustellen. Allerdings muss hier durch die vielen Themen- und Vorgabebegriffe auch schon mal auf Wortschatzstufen – in Ausnahmefällen – bis zu Sieben zurückzugreifen. Damit werden schon mal Begriffe gezogen, die reines Fachwissen darstellen. Die Stufen Acht und Neun haben wir übrigens noch nie unseren Kunden zugemutet. Trotzdem wird auch bei ‚die aktuelle Spezial‘ auf grundsätzlich verständlichen Wortschatz geachtet.“

Hier sieht man, wie Johannes Susen u.a. an dem Rätsel „Adel verpflichtet“ arbeitet, einem doppelseitigen Kreuzworträtsel, das besonders viele Begriffe zum Thema „Adel“ enthält.

http://www.youtube.com/watch?v=m_RA8Y96h6k

Anders als in der „Großen Rätsel-Zeitung“ werden in „die aktuelle Spezial Kreuzwort“ manchmal „tote Zweier“ und definierte zweibuchstabige Begriffe toleriert. Aufgrund der Möglichkeit, beim Schwedenrätsel mit „toten Zweiern“ mehr längere Begriffe einzubauen und Vorgaben und größere Kreuzungsflächen einzuarbeiten, sind die Schwedenrätsel mit „toten Zweiern“ in „die aktuelle Spezial Kreuzwort“ durchaus vertretbar und eher von Vorteil. Johannes Susen merkt hierzu an: In unserer Agentur erstellen wir Schwedenrätselgitter momentan nach folgendem Prinzip: ‚Tote Zweier‘ grundsätzlich vermeiden, aber wenn sich durch Tolerierung der ‚Toten Zweier‘ eine bessere Rätselqualität/ein größerer Rätselspaß erzielen lässt, nehmen wir sie durchaus in Kauf. Das bedeutet, dass wir für die ‚Große Rätsel-Zeitung‘ nur noch Gitter ohne ‚Tote Zweier‘ generieren wollen, dass wir für die ‚die aktuelle Spezial‘ vor allem für Gitter mit Vorgabe- und Themenbegriffen auch ‚Tote Zweier‘ oder definierte Zweibuchstaber realisieren.“

Die Rätsel auf den Seiten 28/29 wurden inzwischen durch das beliebte „Meisterrätsel“ ersetzt. Dabei handelt es sich um ein Rätselgitter in der Form, wie es auch beim Finale der „Deutschen Kreuzworträtsel-Meisterschaft“ vorkommen kann. 

Seit der letzten Ausgabe Nr. 3/2015 gibt es ein neues Rätsel, das “Kreuz-&-Quer-Worträtsel“, ein „schönes“ klassisches Schwedenrätsel mit Doppeldefinitionen. Dafür ist leider das zuvor immer an dieser Stelle stehende Rätsel „Kreuzwort-Silbe“ verschwunden, bei der manchmal pro Feld eine ganze Silbe eingetragen werden musste. Diese Rätselart fand ich von der Machart her einzigartig , da ich das noch in keinem anderen Heft gesehen habe. Irgendwie ein bisschen schade.

die aktuelle Spezial Kreuzwort

Ausgabe Nr. 4/2015 ist aktuell im Handel erhältlich. Das Magazin erscheint immer freitags in den 2. Wochen der „ungeraden“ Monate zu einem Preis von 1,90 €. In dieser Ausgabe gibt es wieder eine Änderung, die ich diesmal begrüße: Das Schwedenrätsel „Ohne Anfang und Ende“ wurde durch ein „Hin und her, kreuz & quer“ (eine Mischung aus „Wo geht’s hin?“ und „Vor oder zurück“) ersetzt. Johannes Susen erzählt: „Erst mit der darauf folgenden Ausgabe Nr. 5/2015 werden alle Änderungen realisiert sein. Dann bleibt es erst mal bei diesem Status. Hoffentlich gefällt dieses leicht abgeänderte Konzept den Lösern (…). Leider wird es dann erst mal kein „Rätsel oder Raetsel“ und keine „Kreuzwort-Silbe“ mehr geben. Wenn darüber mehr Löser enttäuscht sein sollten (…) kann man irgendwann daran denken, sie wieder hinein zu nehmen.“

„die aktuelle Spezial Kreuzwort“ ist ein Rätselheft ganz nach meinem Geschmack. Hier ist der Name „100% Kreuzworträtsel“ wirklich Programm. Das Heft ist zu meinem Lieblings-Kreuzworträtselheft geworden und für die Teilnahme an der Deutschen Kreuzworträtsel-Meisterschaft ein ideales Übungsheft. Eventuell fügt Johannes Susen in zukünftigen Ausgaben noch ein paar weitere knifflige Rätselarten hinzu, wie sie auch bei der letzten Deutschen Kreuzworträtsel-Meisterschaft vorkamen, z.B. ein amerikanisches Rätsel mit unsortierten Fragen oder gar ein Knobel-Kreuzwort (ohne Ordnungszahlen und Schwarzfelder).

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Stiftung Rätseltest Nr. 23: „BASTEI Die GROSSE Rätsel-Zeitung“ (Rätselredaktion Susen)

8. April 2015

„BASTEI Die GROSSE Rätsel-Zeitung – Das Rätselheft mit großer Schrift“ erscheint zweimonatlich in der „Deutschen Rätselverlag GmbH“ mit einer Druckauflage von 42.000 Stück. Das klassisch gestaltete Rätsel-Magazin umfasst 44 Seiten und bietet inklusive Titelblatt folgende Rätselmischung:

  • 27 Schwedenrätsel, davon 18 vollseitige
  • 4 amerikanische Rätsel
  • 2 Kreuzwortpuzzles (Gitterrätsel)
  • 3 Kreuzwort-Zahlenrätsel
  • 1 Brückenrätsel
  • 3 Silbenrätsel, davon 1 „großes“
  • 2 lustige Silbenrätsel
  • 2 Sudokus
  • 1 Wabenrätsel
  • 1 Schneckenrätsel
  • 1 Zahlenrätsel
  • 1 Rätsel zum Ausschneiden

„Die Große Rätselzeitung“ ist ein Rätsel-Magazin mit langer Tradition. Unter dem Titel „Quiz und Test“ erschien im Mai 1958 im Bastei-Verlag die erste Rätselzeitschrift. 1962 wurde sie in „Rätsel-Zeitung“ umbenannt und erscheint unter diesem Titel bis heute. 1985 kam „Die Große Rätsel-Zeitung“ hinzu. Das Magazin erschien ursprünglich alle zwei Wochen. Seit ungefähr zehn Jahren (seit Ausgabenummer 547) wird „Die Große Rätsel-Zeitung“ in der Rätselredaktion Susen entwickelt und stets verbessert. Laut Rätselautor Johannes Susen war „Die große Rätsel-Zeitung“ unter der Bastei-Rätselredaktion „ein ‚ungeliebtes Kind‘ und alle Rätsel wurden mit Lösungsbegriffen aus allen Wortschatzstufen generiert – die einfachste und schnellste Methode, die Rätsel jeder Ausgabe herzustellen.“ Im Januar 2006 wurde „Die Große-Rätsel-Zeitung“ von 14-täglicher auf monatliche Erscheinungsweise umgestellt, ab Ausgabe 620 (Dezember 2012) erscheint sie statt monatlich zweimonatlich.

Der Wortschatz der Rätselredaktion Susen umfasst neun Schwierigkeitsstufen, wobei die einfachsten Begriffe und dazugehörigen Definitionen in Stufe Eins und die schwierigsten Begriffe in Stufe Neun enthalten sind. Johannes Susen erläutert: „Grundsätzlich versucht ein Rätselautor nun, Rätsel mit allgemein verständlichem Wortschatz zu füllen, dies entspricht bei uns Schwierigkeitslevel Eins bis Drei, auch noch Stufe Vier. Das ist ein Wortschatzumfang, von dem man annehmen kann, dass ihn jeder Deutsche beherrscht. Dem liegt die (begründete) Annahme zu Grunde, dass Rätsellösen allgemein Lust machen soll, aber keinen Frust verursachen darf. Rätsellösen ist anspruchsvolle Unterhaltung, aber kein Intelligenztest. Mit der ‚Großen Rätsel-Zeitung‘ kommt man diesem Anspruch sehr nahe, da es hier eigentlich nur einfache Schwedenrätselgitter gibt, ohne weitere Anforderungen. Dies gilt auch für alle übrigen Rätselarten in diesem Magazin bis auf die ‚Amerikanischen Rätsel‘, die aufgrund ihrer Schwarzfeldanordnungen doch schon etwas schwieriger sind. Grundsätzlich kommt dieses Magazin aber dem Anspruch ‚Gut zu lesen‘ (durch die große Schrift) und ‚Gut zu lösen“ (durch Lösungsbegriffe aus einem allgemein verständlichen Wortschatz) sehr nahe.“

Die reformierte „Große Rätsel-Zeitung“ enthält zudem auch keine „langweiligen“ zweibuchstabigen Begriffe mehr. Dreibuchstabige Kürzel (Abkürzungen und Kfz-Zeichen) sowie die Verwendung von Pluralformen erhöhen dafür weiterhin die Begriffsdatenbank. Die Definitionen der Rätselredaktion Susen sind zutreffend und sehr verständlich formuliert, auch aktuellere Begriffe (z.B. SHAUN, das Schaf und Lady GAGA) werden gesucht. Betrachtet man einige Rätsel, so fällt auf, dass oftmals nach Vornamen von berühmten bzw. prominenten Personen gefragt wird, zumindest häufiger als bei anderen Rätselagenturen. Allerdings halte ich das für legitim, weil derartige Fragen mehr zum Allgemeinwissen gehören als ein alternativer exotischer Begriff; und natürlich ist eine solche Definition qualitativ hochwertiger als wenn lediglich nach einem unbekannten männlichen oder weiblichen Vornamen gefragt wird.

Die Rätselstruktur der Schwedenrätsel sind sehr gut aufgebaut und es herrscht eine durchdachte Vielfalt im Gitteraufbau vor. Auch hält es Johannes Susen für ein Zeichen von Qualität, wenn sich im Rätsel der erste und der letzte Buchstabe eines Lösungsbegriffs kreuzen (Ausnahme: linke Spalte, obere Zeile). Ein interessantes Merkmal der Schwedenrätsel ist die orthografisch korrekte Abtrennung durch eine dickere Gitterlinie bei mehreren Wörtern (z.B. ID EST) oder sogar Begriffen, die einen Bindestrich enthalten (z.B. CD-ROM und U-BOOT). Dies ist beim Lösen sehr hilfreich. Seit Ausgabenummer 632 werden darüber hinaus für „Die Große Rätsel-Zeitung“ nur noch Schwedenrätselgitter ohne „tote Zweier“ (= zwei nebeneinander stehende Buchstaben, die nicht definiert sind) generiert (Ausnahme: Titelblatt).

Johannes Susen hält seine Veränderungen, die meiner Meinung nach nun zu einem deutlich höheren Rätselspaß beitragen, nicht für unbedingt selbstverständlich: „Die ‚Große Rätsel-Zeitung‘ wird eher gering honoriert, und der Kunde/Käufer belohnt eine gute Qualität leider nicht am Kiosk durch guten oder besseren Verkauf. Deswegen erscheint die ‚Große Rätsel-Zeitung‘ inzwischen nur noch alle zwei Monate.“

Die GROSSE Rätsel-Zeitung  

Ausgabenummer 634 ist aktuell im Handel erhältlich. Das Magazin erscheint immer dienstags in den 2. Wochen der „geraden“ Monate zu einem Preis von 1,85 €. Die Zeitschrift ist auch als Abo erhältlich, allerdings kostet ein Jahresabonnement (6 Ausgaben) im Inland stolze 25,80 € (inklusive Versandkosten).

Die GROSSE Rätsel-Zeitung Sammelband

In den „ungeraden“ Monaten erscheint zudem ein Sammelband mit drei Rätselheften zu einem Preis von 3,90 €. Mit einer Druckauflage von 45.000 Stück scheint dieser Sammelband sogar beliebter zu sein als das Einzelheft. Der Sammelband enthält immer zwei ältere Hefte und eine fast gerade erst erschienene Ausgabe der „Großen Rätsel-Zeitung“. Der aktuell erhältliche Sammelband Nr. 1124 enthält die regulären Ausgabenummern 511, 512 und 632. Da, wie Johannes Susen oben beschrieben, in den älteren Heften der Bastei-Rätselredaktion noch keine Filtrierung im Schwierigkeitsgrad vorlag, sind die entsprechenden Rätsel teilweise sehr schwer zu lösen. Die alten Ausgaben enthalten enorm viele exotische Begriffe aus den höheren Schwierigkeitsstufen, so dass die Lust am Raten auf der Strecke bleiben kann. Ich zumindest musste hier sehr viel von der Auflösung abschreiben. Ein paar weitere Auffälligkeiten in den älteren Heften der Sammelbände: Es gibt drei Themenrätsel und ein Zahlen-Schwedenrätsel. In den amerikanischen Rätseln werden außerdem zwei Leerfelder vorgegeben und im Wabenrätsel einige Buchstaben. Zudem sind in den Schwedenrätseln viele zweibuchstabige Begriffe definiert, es gibt vereinzelt sogar definierte Einbuchstaber.

Im Bastei-Verlag gibt es im Übrigen noch weitere regelmäßig erscheinende Rätselhefte mit großer Schrift, allerdings enthält in dieser Auswahl neben der “Großen Rätsel-Zeitung“ nur noch das Magazin „Großer Schwede“ (Rätsel-Krüger GmbH) Kreuzworträtsel.

Hoffentlich hält sich „Die Große Rätsel-Zeitung“ – schon allein aufgrund ihrer interessanten Historie noch lange am Kiosk. Auch wenn das Rätsel-Magazin speziell für ältere Menschen mit Sehschwächen konzipiert wurde und es im Verkauf eher schwer hat, beweist „Die Große Rätsel-Zeitung“, dass Rätselraten als Freizeitspaß eine Beschäftigung für alle Generationen darstellt. Ich kaufe mir „Die Große Rätsel-Zeitung“ aufgrund der hohen Rätsel-Qualität und dem klassischen Design immer wieder gerne.

Nachtrag: Das Abo kostet im Inland jetzt 12,90 € (inklusive Versandkosten).


Rückblick auf die 6. Dt. Kreuzworträtsel-Meisterschaft

18. November 2017

Nun ist es schon wieder eine Woche her, dass in Brühl die 6. Deutsche Kreuzworträtsel-Meisterschaft stattfand. Und seit einer Woche heißt der neue Deutsche Meister Markus Heyer aus Wabern in Hessen, der sich im großen Finale in souveräner Manier gegen seine drei Kontrahentinnen Birgit Ely, Inge Kempter und Karin Schattmann durchsetzte. Nochmal Glückwunsch Markus! Hast du dir dein Luxusbett schon ausgesucht?

Die Meisterschaft hat den meisten Teilnehmern wohl ziemlichen Spaß bereitet, denn die veranstaltende Rätselredaktion Susen bekam in der vergangenen Woche nicht wenige positive Rückmeldungen, von denen die beiden ausführlichsten mit Erlaubnis der Autoren hier veröffentlicht werden dürfen. Herzlichen Dank dafür!

Der erste Bericht ist von der Teilnehmerin Silke Stock, die ihre Eindrücke von der Meisterschaft anscheinend noch am selben Tag zu Papier brachte.

FEEDBACK VON SILKE STOCK

Die dazu passenden Fotos wurden von Rosa Susen geknipst.
(Copyright Rätselredaktion Susen)

Der zweite Brief stammt vom Teilnehmer Hans Schmitz, der die Veranstaltung offensichtlich durchweg genossen hat.

FEEDBACK VON HANS SCHMITZ

Ich persönlich bin auch glücklich, dass das Ganze so reibungslos über die Bühne gegangen ist. Denn am Freitag Abend sah es überhaupt nicht danach aus! Wegen der Bonner Weltklimakonferenz wurde uns vom Hotel ein wesentlich kleinerer Saal zugewiesen als geplant, der zudem nicht wie vereinbart mit Tischen, Stühlen, etc. eingerichtet war. Daher mussten wir am Freitag ein wenig improvisieren und zwei, drei Überstunden machen. Immerhin wurden wir vom Hotel mit einem kostenlosen Abendessen entschädigt, nachdem wir eingesehen hatten, dass die Lösung des Weltklimaproblems denn doch etwas wichtiger ist als die Lösung von Kreuzworträtseln. Aber nur ein ganz kleines bisschen  😉

Als Glück erwies sich letztendlich, dass kurzfristig sechs Leute ihre Teilnahme abgesagt hatten, sodass die Saalgröße gerade so eben ausreichte, auch wenn es hier und da doch recht eng war. Man gut, dass unsere Verteilerinnen der Rätselbögen stets auf ihre gute Figur achten! 🙂

Ich war ja diesmal zum ersten Mal im Organisationsteam dabei. Schnell war klar, dass Johannes Susen, Frank Diederichs und all die anderen ein gut abgestimmter routinierter Haufen sind, denen die zweijährige Zwangspause in keinster Weise geschadet hat. Ich hoffe, ich habe unter euch nicht zu viel Verwirrung gestiftet, Johannes!

Da meine Hauptaufgabe darin bestand, die Herausgabe der Zusatzrätsel zu beaufsichtigen, habe ich nicht ganz so viel von der Korrektur gesehen, aber ich habe dennoch mitbekommen, dass die Auswerter manchmal aufrichtig mit dem einen oder anderen Teilnehmer mitgelitten haben („Guck mal hier, … der hat alle Lösungsbuchstaben bis auf zwei raus. Warum hat er die nicht unten eingetragen? Dann hätte er das Lösungswort doch erraten können, … och Mensch!“). Die Atmosphäre im “Büro“ war allgemein recht gelöst(!) und familiär. Hat mir gut gefallen!

Abends saß der Großteil des Teams mit zwei der vier Finalisten noch eine ganze Weile beisammen. Und schon da wurde eifrig darüber nachgedacht und diskutiert, auf welche Weise man die Kreuzworträtsel-Meisterschaften noch interessanter gestalten könnte.

Da mir fast alle Teilnehmer von Anfang an sympathisch waren, hoffe ich jedenfalls, dass ich den einen oder die andere im nächsten Jahr wiedersehe!

 

 


5. Deutsche Kreuzworträtselmeisterschaft

19. November 2014

Am letzten Samstag (15.11.2014) fand in Frankfurt die 5. Deutsche Kreuzworträtselmeisterschaft statt. Die Qualifikation für die Meisterschaft wurde wie immer von „das neue“ und dem Verein „Logic Masters“ organisiert. Da sich für die Endrunde nur 40 Teilnehmer qualifizieren konnten und die Finalisten der Vorjahre automatisch eine Einladung erhielten, musste unter den restlichen ca. 2000 Bewerbungen das Los entscheiden. 36 Wettbewerber fanden sich schließlich am Veranstaltungsort, dem „mainhaus Stadthotel Frankfurt“, ein. Hier mussten in drei Runden jeweils drei Kreuzworträtsel in den verschiedensten Varianten und Schwierigkeitsgraden (Ersteller: Johannes Susen) innerhalb von 90 Minuten gelöst werden.

Die drei Runden im Einzelnen trugen folgende Titel:

1. Kreuzworträtsel: Hier musste zunächst ein Rätsel geknackt werden, dessen Gitterform als das erste in Deutschland veröffentlichte Kreuzworträtsel gilt. Es erschien am 30. November 1924 in der „Berliner Morgenpost“. Ein zweites Kreuzworträtsel mit Trennstrichen war an ein Rätsel der „Berliner Illustrierten Zeitung“ vom Februar 1925 angelehnt. Ein Kreuzwort-Doppel bereitete danach vielen Ratern Probleme, da die Fragen erst einem der beiden identischen Gitter zugeordnet werden mussten.

2. Kreuzwort-Mix: Neben einem Standard-Schwedenrätsel und einem amerikanischen Kreuzworträtselgitter musste in dieser Runde ein amerikanisches Kreuzworträtsel gelöst werden, bei dem man die Schwarzfelder selbst finden musste.

3. Schwedenrätsel: Ein Schwedenrätsel mit „Brückenwörtern“ und eines mit „Anagrammen“ waren aus dem Rätselteil von „das neue“ bekannt. Bei einem weiteren Schwedenrätsel fehlten die Pfeile und die Lösungsbegriffe mussten teilweise auch rückwärts eingetragen werden.

Die jeweils zehn schnellsten Rätsellöser einer Runde konnten bei Abgabe ihres Lösungsbogens ein Zusatzrätsel erhalten und so weitere Punkte sammeln. Der Haken: Die Lösungswörter aller drei Rätsel mussten stimmen und ein einmal abgegebener Lösungsbogen durfte nicht an den Wettbewerber zurückgegeben werden. Man musste also taktisch clever sein und genau überlegen, wie viel Zeit man sich für die drei Rätsel nimmt, und wann man das Zusatzrätsel einfordert. Das Zusatzrätsel der letzten Runde konnte die meisten Punkte einbringen, war jedoch auch das schwerste Rätsel des Tages, da hier die Lage der Ordnungszahlen und Schwarzfelder komplett unbekannt war.

Inklusive der Zusatzrätsel konnte man maximal 1020 Punkte erreichen. Dies war allerdings nur zu schaffen, wenn man u.a. den Schweizer Spray- und Graffitikünstler NAEGELI, den österreichischen Begriff für Puder STUPP und den englischen Alpinisten Edward WHYMPER kannte.

Einige Rätsel-Profis rutschen aufgrund verpasster Zusatzrätsel in der Punkte-Rangliste leider zurück und schafften es nicht unter die besten vier Teilnehmer des Tages. Die vier Finalisten waren Birgit Ely (960 Punkte), Andreas Weber (950 Punkte) sowie die beiden Newcomer Markus Heyer (jüngster Teilnehmer, 920 Punkte) und Dirk Neu (880 Punkte). Sie durften anschließend um den ersten Platz rätseln. Vor Publikum mussten alle ein „Französisches Rätsel“ mit Fragen in der richtigen Reihenfolge ausfüllen.

Andreas Weber war als Erster schon nach 10 Minuten fertig, gab eine fehlerfreie Lösung ab und darf sich damit amtierender Deutscher Kreuzworträtsel-Champion nennen. Herzlichen Glückwunsch! Markus Heyer gab nach 11,5 Minuten ab, übersah aber u.a. einen Buchstabendreher. Mit 3 Fehlern wurde er schließlich Dritter. Vorjahressiegerin Birgit Ely konnte sich nach 14 Minuten und 0 Fehlern den Vize-Meistertitel sichern. Dirk Neu wurde Vierter. Für alle Wettbewerber gab es am Ende eine Teilnehmermedaille und eine individuelle Urkunde. Die drei Erstplatzierten erhielten Reisepreise für jeweils 2 Personen (Andreas Weber: 6-tägige Donaukreuzfahrt inklusive Vollpension, Birgit Ely: 7 Tage Hotelaufenthalt auf Borkum inklusive Halbpension, Markus Heyer: 7 Tage Hotelaufenthalt im Bayerischen Wald inklusive Halbpension). Dirk Neu sowie Mathias Markus, der knapp den Einzug ins Finale verpasst hatte, bekamen beide ein Jahres-Abo von „das neue“ geschenkt.

Für das Wohlbefinden war über den ganzen Tag hinweg gesorgt, die Verpflegung war ganztäglich inklusive. Zwischen den Vorrunden und in der Mittagspause gab es genug Gelegenheit, um sich über Rätselqualitäten und Rätselhefte auszutauschen. Zudem wurde eifrig diskutiert, wie die nächste Deutsche Kreuzworträtselmeisterschaft einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann, sodass dieses einmalige Event keine Insider-Information für „das neue“-Leser bleibt.

Alle Einzelergebnisse befinden sich auf der Homepage der Rätselredaktion Susen. Dort sind auch Fotos und weitere Berichte zu finden sowie in der Ausgabe 48/2014 von „das neue“.


4. Deutsche Kreuzworträtselmeisterschaft

18. September 2013

Am letzten Samstag fand in München die 4. Deutsche Kreuzworträtselmeisterschaft statt. Neben den Finalisten der vergangenen drei Jahre hatten auch 30 Leser der Frauen- und Rätselzeitschrift DAS NEUE die Chance, einen der drei Pokale und Urlaubsreisen zu gewinnen.

Zunächst mussten die Teilnehmer ihr Wissen in vier Vorrunden unter Beweis stellen. Dabei bekam jede Vorrunde ein eigenes Thema zugeordnet:
1. 100 Jahre Kreuzworträtsel
2.  50 Jahre Schwedenrätsel
3.  25 Jahre DAS NEUE
4.  20 Jahre Sudoku

Vor jeder Runde führte Rätselautor Johannes Susen vom Deutschen Rätselverein die Teilnehmer mit Anekdoten aus der Kreuzworträtselhistorie unterhaltsam ins jeweilige Thema ein. Auch die Rätsel selbst waren wie immer sehr abwechslungsreich gestaltet und verlangten manchem Teilnehmer einiges ab, wenn beispielsweise die Wörter auch rückwärts eingetragen werden mussten oder die Richtungspfeile im Schwedenrätsel fehlten. Auch mussten Aufgaben bewältigt werden, die in den üblichen Rätselheften nicht zu finden sind, wie z.B. große Magische Quadrate oder ein Kreuzwort-Sudoku. Selbstverständlich durfte auch die Gitterform des allerersten Kreuzworträtsels aus dem Jahr 1913 nicht fehlen.

Vorjahressieger Andreas Weber aus Bad Pyrmont schien auch diesmal wieder der große Favorit auf den Titel zu sein, da er in den Vorrunden als einziger die volle Punktzahl schaffte. Im Finale der vier Punktbesten war jedoch Matthias Markus aus Brilon der Schnellste an den Flipcharts. Allerdings ließ er in dem Französischen Rätsel zwei Felder unausgefüllt und musste daher hoffen, dass die anderen mindestens zwei Fehler machen. Andreas Weber war kurz danach fertig und hatte nur einen Fehler eingebaut, während die beiden langsameren Finalteilnehmer alles korrekt ausfüllten. Somit wurde schließlich Birgit Ely aus Wuppertal Deutsche Kreuzworträtselmeisterin 2013 vor Rainer Kranz aus Lemgo.

Während die ersten Drei sich auf ihre Urlaube auf Gran Canaria, Mallorca oder dem Harz freuen dürfen, wurden alle anderen Teilnehmer mit einer Urkunde, einer Medaille und einem Kreuzworträtsellexikon belohnt. Außerdem hatte DAS NEUE allen Teilnehmern eine Hotelübernachtung und ein Mittagessen in München spendiert, so dass letztendlich wohl alle trotz regnerischem Wetter einen schönen Tag in München verbrachten.

Hier könnt ihr den Bericht sowie Ergebnislisten und Fotos von Veranstalter Johannes Susen nachschauen:
http://www.raetselredaktion-susen.de/index.php?article_id=40


Bericht von der 1. Deutschen Rätselmeisterschaft

7. Oktober 2010

Vorletzten Samstag wurde der 1. offizielle Deutsche Kreuzworträtselmeister gesucht und auch gefunden. Rainer Kranz heißt er, wohnhaft in Lemgo, einer Stadt in Ostwestfalen mit 5 Buchstaben.

Mehr als 700 Personen wollten sich für die Finalrunde in Hamburg qualifizieren, indem Sie sechs Kreuzworträtsel der Promiklatschzeitschrift DAS NEUE lösten und einschickten. Zirka 10% schafften die optimale Punktzahl, von denen 50 ausgelost und zur Finalrunde eingeladen wurden. Einigen war die Anreise in den hohen Norden dann wohl doch zu weit, denn lediglich 31 Ratefüchse fanden sich im Hotel Baseler Hof zum Rätselwettstreit ein.

In drei Runden mussten die Teilnehmer jeweils drei DIN-A4 große Kreuzworträtsel unterschiedlichen Typs lösen und hatten dafür eineinhalb bis zwei Stunden Zeit. Gebastelt wurden die Kopfnüsse vom Rätselautor Johannes Susen, der zugleich Vorsitzender des Rätselvereins „Logic Masters Deutschland e.V.“ ist, welcher auch Mitglied des Welträtselverbands ist.

Angekündigt war, dass die Rätsel von Runde zu Runde immer schwieriger werden sollten, aber viele Teilnehmer scheiterten bereits in Runde 1 beispielsweise an Fragen nach dem Begründer der Homäopathie HAHNEMANN, dem 347 Meter hohen finnischen Berg KOLI, dem Buchtitelhelden ENDER oder dem israelischen König OMRI. Und nicht allen Kreuzworträtselfreaks war der Brad-Pitt-Film „Rendezvous mit Joe Black“ ein Begriff. Die meisten Teilnehmer füllten rund drei Viertel der Rätsel in ziemlich hoher Geschwindigkeit aus und brüteten dann noch eine Stunde lang über einige wenige besonders harte Kopfnüsse. Diese 1. Runde hatte der spätere Kreuzworträtselmeister bereits am besten von allen gemeistert. Bei den beiden folgenden Runden rutschte er jedoch auf den vierten Platz ab und schaffte noch so gerade eben den Sprung in das Finale der besten vier Rätselrater.

In der Tat wurde der Schwierigkeitsgrad in den beiden folgenden Runden noch einmal erhöht. Beispielsweise schon mal was von ESERA- Cincazufluss in Spanien, TARAR – Getreidereinigungsmaschine, ABNER – Herrführer des Königs Saul, KALAF – Tatarenführer in Turandot, MAGOT – Berberaffe, ECRUE – weiß, gelblich, BANIK – Fußballclub in Ostrava, PRUS – polnischer Dichter, MINHOU – westchinesischer Landkreis an der Mündung des Min-Flusses, OKKA – früheres türkisches Gewicht, UMIAK – Frauenboot der Eskimos, NANDI – nilotisches Volk in Kenia, MAGOG – biblisches Land, ETRICH – österreichischer Flugpionier, SARK – Kanalinsel, ISKAR – Donauzufluss, PUNT – antikes Goldland östlich von Ägypten, UREASE – Harnstoff, PERI – italienischer Komponist, ELBASAN – Stadt in Mittelalbanien, ORENDEL – mittelalterliches Versepos, ASSISEN – frühere französische Schwurgerichte, … gehört?. In der zweiten Runde mussten die Teilnehmer zudem ein besonders kniffliges Promi-Rätsel bearbeiten, bei dem es zu einigen Begriffen überhaupt gar keine Fragestellung gab, sondern selbst herauszufinden war, welche Wörter wohl zum Leben des anfangs völlig unbekannten Promis (Charlene Wittstock) passen könnten. In der 3. Runde bereitete vielen Teilnehmern ein Rätsel im englischen Stil Probleme, welches besonders viele Blindfelder und somit auch besonders wenig Kreuzungspunkte hat.  Das Ranking vor dem Grande Finale kann hier angeschaut werden.

Die vier Finalisten bekamen dann eine besonders harte Nuss zu knacken: Ein Amerikanisches Rätsel mit unsortierten Fragen, manchen auch als Französisches Kreuzworträtsel bekannt. Sie bekamen eine Stunde Zeit dafür. Andreas Weber, mit 68 Punkten Vorsprung auf den Zweiten klar der Beste nach den drei Runden (2902 Punkte von 3073 möglichen), kam mit diesem Rätseltyp überhaupt nicht zurecht und gab gut fünf Minuten vor Schluss entnervt auf. Auch die anderen drei Finalisten hatten große Probleme mit dem letzten Rätsel und konnten es nur zum Teil lösen. Also gewann schließlich derjenige mit den meisten korrekten Feldern, also der bereits erwähnte Rainer Kranz knapp vor Inge Kempter aus Hennigsdorf und Ulrich Worthmann aus Bremen. Wer sich selbst mal am Finalrätsel versuchen möchte, kann es sich hier runterladen.

Die drei Besten wurden jeweils mit einem Reisegewinn belohnt, der Sieger darf mit seiner Frau eine Traumschifffahrt von Monte Carlo nach Istanbul machen. Herr Kranz staunte übrigens ganz schön über seinen Sieg, weil eigentlich seine Gattin die fleißigste Kreuzworträtsellöserin in der Familie ist. Vielleicht ein Indiz dafür, dass es noch nie so einfach war, ein Deutscher Kreuzworträtselmeister zu werden, und dass das Niveau der Teilnehmer im nächsten Jahr noch um einiges gesteigert werden kann.

Insgesamt gesehen waren die 1. Deutschen Kreuzworträtselmeisterschaften eine gut organisierte Veranstaltung, die fast allen Teilnehmern großen Spaß gemacht hat. Und den 19 daheim gebliebenen Qualifizierten sei gesagt:  Hamburg ist immer eine Reise wert!